Startseite
  Archiv
  Prinzessin
  Prinz
  Die Mitte der Welt
  Gästebuch
  Kontakt
 


 

http://myblog.de/blumenprinzessin

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Melancholisch dramatisch.

~*... I'll spread my wings and I'll learn how to fly ...*~
I'll do what it takes till I touch the sky
I'll make a wish,
Take a chance,
Make a change
And break away
Out of the darkness and into the sun
I won't forget all the ones that I love

Kelly Clarkson

Ich kann es doch nicht. Nicht erinnern. Nicht in diesem Winter, in dem Duft derselben Kerzen, die letztes Jahr meinen Schmerz versüßten. Warum ich nicht alte Geschichten ruhen und die Geister der Vergangenheit nicht einfach schlafen lasse? Melancholie ist ein Puzzlestein meines Lebens, den ich nicht missen möchte. Er schmerzt bittersüß, aber er lässt mich nicht vergessen, wie gut es mir geht. Jetzt.

Mit den Gedanken in der Vergangenheit, bei drei Frauen, von der eine hinnahm, mich zu zerreißen, die Zweite sich dabei selbst verletzte und die Dritte wahrscheinlich bis heute keine genaue Ahnung davon hat, was sie in mir angerichtet hat. Manchmal fehlt mir die emotionale Erinnerung an das, was ich doch geschrieben sehe, silber auf schwarz. Sind da nur noch sepiafarbene Fotografien in meinem Gedächtnis, flashbackartig dringen sie vor mein geistiges Auge, ausgelöst von einem Duft, einem Wort, einem Lied.
War ich das wirklich? Habe ich all das geschrieben, in den letzten drei Jahren? Und sind es wirklich nur drei Jahre und nicht hundert Ewigkeiten, die mich trennen, von der, die ich war und der, die ich bin? Es ist so unbegreiflich.

Die Sehnsucht nach dem Absturz, nach Exzess, ist manchmal immer noch da. Wut und brennende Gedanken. Meine eigene Chaostheorie, von der ich wünschte, als Auslöser einen flügelschlagenden Schmetterling bestimmen zu können.
Manche Erinnerungen kehren zurück, nämlich die, die ich sehr gerne verdrängte. Der Klassiker halt.
Zuviel Alkohol, zu viele Tabletten. Zu viele unüberlegte Handlungen, zu viele Nächte in fremden Armen. Es war doch nur Leben, das ich in mir aufsaugen wollte, ich wollte leiden, um mich zu spüren, ich wollte abstürzen, Dreck sein, Schmutz sein. War ich es? Ich war nur krank und bin es heute noch.
Aber trotzdem habe ich gelebt. Ich war an meinem Grenzen, ich weiß, wo sie sind. Es war ein Abenteuer, ein Alptraum. Damals war es mir fast heilig, weil es mir Kontrolle gab, es war meine Hölle und niemand war in der Lage, mich noch tiefer zu stürzen. Auch das war Freiheit. Aber keine gute.

Und heute? Wenn ich damals Hure war, bin ich heute Heilige. Sehne ich mich manchmal noch nach dem alten Leben, ziehe aber das vor, das ich nun lebe. Ich passe in keine Schublade, selbst die, die ich mir selbst schaffe, sind mir nach einer Weile immer zu eng. Ich bin verrückt, ich bin wundervoll, ich bin krank. Ich steh mit beiden Beinen fest im Leben und habe den Kopf doch immer noch voller kindlicher Ideen und märchenhafter Träume. Und ein Herz, das noch schneller und lauter schlägt, als es das jemals zuvor getan hat. Für einen ganz besonderen Menschen, der mich manchmal an Grenzen bringt, die ich noch nicht kannte. Aber diese sind diesmal wirklich gut.

5.11.06 23:23


Ich bin ich.

~*... In meinem Kopf ist so viel Wut ...*~
Rosenstolz

Und die letzten Nächte konnte ich nicht schlafen. Gedanken drücken, quälen. Sind wie Streichhölzer zwischen den Lidern. Die Angst bleibt, selbst wenn die Hölzer in dem Feuer meiner Wut verbrennen und ich doch temporär Ruhe finde.
Ich bin gut so, wie ich bin. Der Verstand weiß das, in mühevoller Handarbeit habe ich es in ihn gemeißelt. Das Herz brennt und blutet.
Ich sollte mich nicht verletzt fühlen, wenn man mich als einzige nicht zu irgendwelchen Partys, Shoppingtouren, et cetera einläd. Ich sollte müde Lächeln, wenn man mich versetzt, ohne Gründe zu nennen. Wer wird schon gerne vergessen.
Wahrscheinlich könnte ich etwas daran ändern, wenn ich sagen würde, dass ich mich benachteiligt und ungewollt fühle. Aber das kann ich nicht. Blockade, Grenzgedanke. Ich würde wohl weinen und die Demütigung erspare ich mir, lasse die Tränen lieber nachts ins Kissen fallen.
Ich passe wirklich in keine meiner Schubladen. Bin unförmig, falsch?
Meistens glaube ich nicht daran, dass man mich schlicht und einfach nicht mag. Was ist es denn dann, was sie hindert? Ich würde es doch nur gerne wissen, ehrlich.
Ich weiß, ich kann nicht verlangen, was ich selbst nicht zu Stande bringe. Eine simple Frage nur.

6.11.06 23:08


Müde bin ich.

Die Selbstoffenbarung und der damit verbundende Sprechakt ist, dass mein momentanes psychisches Dispositionsgefüge eine relative Tangente der Realität ist, desweiteren aber in einem stabilen Gleichgewicht zu dieser steht. Meine unpersönlichen Formulierungen stammen aus einer sowohl politischen - da nach Erfolg strebenden - als auch betrachtenden Lebensform, welche sich nicht als subsidiär für meine technologische und ethisch-moralische Gefühlsebene auswirkt. Meine rhetorischen Fragen sind von  negativ normativen Metaphern geleitet und haben nicht einmal einen Adressatenbezug. In meiner alltäglichen Umwelt bin ich ein Molekül, das nach Absoluten strebt, meisten nach Ablativen dieser Art und kläglich dabei scheitert. Außerdem muss ich Texte von toten Dichtern im Bezug auf Gesellschaft und Herrschaftszyklen analysieren und dabei sowohl linguistische, als auch inhaltliche und formale sehr schwere Punkte setzen.

In other words:

7.11.06 23:02


Wortlos.

 ~*... Diese Worte bleiben stumm ...*~
Denn mein Mund wird sie nicht wecken
So kriechen sie zurück zu mir
Und zerreissen letztlich mir das Herz
Lacrimosa

Und letztlich ist es doch nur ein Gefühl von allumfassender Einsamkeit, die mich mit ihrer kampflosen Einfachheit anzieht wie das Licht wehrlose Motten. Nichts ist einfacher als zu schweigen. Und nichts wiegt gleichzeitig schwerer, zerreißt einen innerlich mehr. Ich wünschte, ich könnte mich angemessen verständlich machen. Antworten, die mir nur meine eigenen Unzulänglichkeiten vor Augen halten wollen - ob nun beabsichtig oder nicht - schmerzen und bauen Mauern, Mauern um Wahrheit, um traurige, extraordinäre Wahrheit, für die ich mich nicht gerade selten schäme. Ich will Verständnis, für das niemand bezahlt wird. Und ich weiß, dass ich es kaum verlangen kann, denn was man nicht erlebt, kann man auch nur schwerlich nachvollziehen. Gerunzelte Stirnen und "Wegen sowas regst du dich jetzt so auf?" sind selten Zeichen schlechter Absichten, trotzdem destruktiv. Denn die Einsamkeit in solchen Momenten voller Unglaube und Zweifel ist der des Schweigens ziemlich gleich, nur ist es nicht so beschämend und bloßstellend, einfach den Mund zu halten und seine Sorgen in sich hinein zu fressen.
Ich verstehe mich manchmal selbst nicht. Wer tut das schon. Vielleicht wähle ich die falschen Worte, vielleicht stoße ich manchmal auf Ohren voller Oropax. Fakt ist nur, in letzter Zeit halte ich zu oft den Mund. Denn nichts wird besser, wenn man es verschweigt. Die Zeit heilt zwar, aber die Wunden, die man nicht behandelt, werden hässlich und verschwinden nie.

12.11.06 22:49


Das Beste.

~*... Du bist das Beste was mir je passiert ist,es tut so gut, wie du ...*~
 mich
liebst. Vergess den Rest der Welt,wenn du bei mir bist.
Du bist das Beste was mir je passiert ist,es tut so gut, wie du mich liebst.Ich sag's dir viel zu selten, es ist schön, dass es dich gibt!
Silbermond


Ich puste kleine Tröpfchen von seiner Brust, die sich schnell aber regelmäßiger hebt und senkt. Streiche mit den Fingern jede Kontur, jeden Zentimeter Haut nach, will seine Grenzen finden, die durch das matte Licht nur verschwommen wahrnehmbar sind, will herausfinden, wo das Wunder beginnt und die Realität aufhört. Benommen lege ich mich in seinen Arm und schließe die Augen. Atme die Zweifel und Erinnerungen, vorallem aber die Ängste der letzten Tage aus. Natürlich ist alles gut. Ich denke zu kompliziert und krank.
Keine einzige Sekunde lang dachte ich daran, uns aufzugeben. Ich wusste nur nicht, wie viel Sinn diese Beziehung dauerhaft machen würde. Man hat gewisse Antipathien gegen Sinnlosigkeit entwickelt.
Ein paar Minuten Gespräch haben gereicht, ein paar Blicke aus seinen Augen, die ich annehmen konnte. Blicke, die sagten, er hätte sein ganzes Leben auf mich gewartet.
Ich liebe ihn so sehr.

14.11.06 23:02


Glücklich.

~*... Verbringe die Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis, ...*~
vielleicht gibt es keins.
Kafka

Manchmal bin ich so glücklich mit meinem Leben und das sollte ich viel öfter sein. Ich habe so viel und manchmal das Gefühl, dass es mir in Anbetracht dessen gar nicht schlecht gehen darf. Manchmal denke ich, dass einem Menschen allein gar nicht so viel Glück gegeben sein darf wie mir und dann male ich mir Horrorszenarios aus, wie meine Welt untergehen könnte. Es läuft so gut momentan und das ist eine vollkommen neue Erfahrungen, mit der ich manchmal nicht umgehen kann.
Aber vielleicht darf alles ja doch so sein, wie es ist. Vielleicht habe ich es mir verdient, durch all das Kämpfen. Ich wusste doch, irgendwann würde es sich auszahlen.
Ich will es doch nur behalten, dieses Leben, wie es jetzt ist. Mit meinen Freunden, mit meiner Familie, mit meinem Irgendwann-mal-Mann. Wenn ich an einen Gott glauben würde, würde ich beten und danken, in vollkommener Demut. Mein Herz ist so frei und will gleichzeitig bersten vor Glück. Es ist alles so schön. Ich will nicht diese Zeit vergeuden, indem ich nach ihrem nicht existenten Fehler suche.

 

19.11.06 22:42





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung