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Melancholisch dramatisch.

~*... I'll spread my wings and I'll learn how to fly ...*~
I'll do what it takes till I touch the sky
I'll make a wish,
Take a chance,
Make a change
And break away
Out of the darkness and into the sun
I won't forget all the ones that I love

Kelly Clarkson

Ich kann es doch nicht. Nicht erinnern. Nicht in diesem Winter, in dem Duft derselben Kerzen, die letztes Jahr meinen Schmerz versüßten. Warum ich nicht alte Geschichten ruhen und die Geister der Vergangenheit nicht einfach schlafen lasse? Melancholie ist ein Puzzlestein meines Lebens, den ich nicht missen möchte. Er schmerzt bittersüß, aber er lässt mich nicht vergessen, wie gut es mir geht. Jetzt.

Mit den Gedanken in der Vergangenheit, bei drei Frauen, von der eine hinnahm, mich zu zerreißen, die Zweite sich dabei selbst verletzte und die Dritte wahrscheinlich bis heute keine genaue Ahnung davon hat, was sie in mir angerichtet hat. Manchmal fehlt mir die emotionale Erinnerung an das, was ich doch geschrieben sehe, silber auf schwarz. Sind da nur noch sepiafarbene Fotografien in meinem Gedächtnis, flashbackartig dringen sie vor mein geistiges Auge, ausgelöst von einem Duft, einem Wort, einem Lied.
War ich das wirklich? Habe ich all das geschrieben, in den letzten drei Jahren? Und sind es wirklich nur drei Jahre und nicht hundert Ewigkeiten, die mich trennen, von der, die ich war und der, die ich bin? Es ist so unbegreiflich.

Die Sehnsucht nach dem Absturz, nach Exzess, ist manchmal immer noch da. Wut und brennende Gedanken. Meine eigene Chaostheorie, von der ich wünschte, als Auslöser einen flügelschlagenden Schmetterling bestimmen zu können.
Manche Erinnerungen kehren zurück, nämlich die, die ich sehr gerne verdrängte. Der Klassiker halt.
Zuviel Alkohol, zu viele Tabletten. Zu viele unüberlegte Handlungen, zu viele Nächte in fremden Armen. Es war doch nur Leben, das ich in mir aufsaugen wollte, ich wollte leiden, um mich zu spüren, ich wollte abstürzen, Dreck sein, Schmutz sein. War ich es? Ich war nur krank und bin es heute noch.
Aber trotzdem habe ich gelebt. Ich war an meinem Grenzen, ich weiß, wo sie sind. Es war ein Abenteuer, ein Alptraum. Damals war es mir fast heilig, weil es mir Kontrolle gab, es war meine Hölle und niemand war in der Lage, mich noch tiefer zu stürzen. Auch das war Freiheit. Aber keine gute.

Und heute? Wenn ich damals Hure war, bin ich heute Heilige. Sehne ich mich manchmal noch nach dem alten Leben, ziehe aber das vor, das ich nun lebe. Ich passe in keine Schublade, selbst die, die ich mir selbst schaffe, sind mir nach einer Weile immer zu eng. Ich bin verrückt, ich bin wundervoll, ich bin krank. Ich steh mit beiden Beinen fest im Leben und habe den Kopf doch immer noch voller kindlicher Ideen und märchenhafter Träume. Und ein Herz, das noch schneller und lauter schlägt, als es das jemals zuvor getan hat. Für einen ganz besonderen Menschen, der mich manchmal an Grenzen bringt, die ich noch nicht kannte. Aber diese sind diesmal wirklich gut.

5.11.06 23:23
 


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